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Über den NCCR Democracy

Demokratie ist keine perfekte Regierungsform. Aber trotz all ihrer Mängel gibt es bis heute keine Staatsform, die besser geeignet ist, das Zusammenleben der Menschen zu regeln. Demokratie ist verbesserungsfähig. Sie muss kontinuierlich reflektiert und ihre Regeln müssen, angesichts neuer Entwicklungen und sich verändernder Rahmenbedingungen, immer wieder neu ausgehandelt werden.

Der NCCR Democracy beschäftigt sich mit zwei aktuellen Entwicklungen, die die Demokratie nachhaltig verändern: Globalisierung und die zunehmende politische Rolle der Medien („Mediatisierung“). Seit 2005 forschen Sozialwissenschaftler in mehr als 50 NCCR-Projekten darüber, welche Gefahren und neuen Chancen die beiden Herausforderungen für die Demokratie mit sich bringen.

Forschungsfragen

Die Forschung im NCCR Democracy orientiert sich an folgenden Fragestellungen:

1) Wie können internationale Institutionen wie die EU oder die WTO demokratischer werden? Und wie verlaufen Demokratisierungsprozesse in Konfliktregionen wie z.B. dem Kaukasus oder in Afrika? Warum führen sie häufig erneut zu Bürgerkriegen?

2) Globalisierung hat zur Folge, dass politische Entscheidungen immer weniger in den Nationalstaaten, sondern auf internationaler oder regionaler Ebene getroffen werden. Wird die Demokratie geschwächt, weil die neuen Entscheidungsinstanzen nicht direkt gewählt und somit nicht demokratisch legitimiert sind?

3) Mediatisierung: Demokratien sind heutzutage mit immer mächtiger werdenden Medien konfrontiert, die einen wachsenden Einfluss auf die Politik haben. Welche Folgen hat dies? Versorgen die zunehmend kommerzialisierten Nachrichtenmedien die Bürgerinnen und Bürger noch mit den notwendigen Informationen für die politische Meinungsbildung?

4) Wie kann die Qualität der Demokratie gemessen und verbessert werden? Wie demokratisch sind Demokratien tatsächlich? Und können demokratische Prozesse verbessert werden durch Deliberation und Entscheidungsfindung mittels neuer Informationstechnologien?

Struktur

In den ersten beiden Forschungsphasen des NCCR Democracy (2005–2013) wurden diese Fragen in fünf Forschungsmodulen untersucht. Zusätzliche Wissenstransfer-Projekte hatten den Auftrag, einen Teil der Forschungsergebnisse in die Gesellschaft zu kommunizieren. In seiner dritten und letzten Phase (Oktober 2013 bis September 2017) setzt sich der NCCR aus 12 Forschungsprojekten zusammen.

Nachwuchsförderung

Der NCCR Democracy bietet ein Doktorandenprogramm in seinen beiden Kerndisziplinen Politikwissenschaft sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an. Mit dem Programm soll die interdisziplinäre Ausbildung von Doktorierenden in den Sozialwissenschaften an Schweizer Universitäten gestärkt werden.

Wissenstransfer in die Gesellschaft

Zur Verbesserung der politischen Bildung in der Schweiz erarbeitet der NCCR Democracy pädagogische Instrumente wie die beiden Webseiten www.politiklernen.ch und www.politikzyklus.ch, die App "Aushändeln - Das Demokratiespiel" sowie das Rollenspiel "Ja-Nein-Vielleicht? Demokratie bewegt“ für die Sekundarstufe.

Zentrum für Demokratieforschung in der Schweiz

Um die Forschung und Lehre im Bereich Demokratie dauerhaft in der Schweiz zu etablieren, initiierte der NCCR Democracy gemeinsam mit der Stadt Aarau, dem Kanton Aargau, der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität Zürich 2007 das Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA).

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